Montag, 12. Oktober 2015

Große Sorgen . . .

. . . macht uns zurzeit Kater Felix . . . Ende Juli fing alles an.


Er konnte keinen Kot mehr absetzten und musste eine Spühlung über sich ergehen lassen.
Der Tierarzt verschrieb ihm Paraffinöl, dass soll ich immer unters Futter mischen.
Nach einer Woche war alles wieder einigermaßen ok.


Nach vier Wochen wieder dasselbe und dazu kommt noch das er nicht mehr so richtig fressen will
und nur noch 3,8 kg wiegt.
Also wieder zum Tierarzt, er gab ihm eine Aufbauspritze.
Wir beobachteten es. Mal wurde es besser, mal verschlechterte es sich wieder... ein ewiges auf und ab.
Nachdem er dann aber mitte September 2 Tage sein Essen verweigert hatte sind wir wieder zum Tierarzt.
Der Arzt fragte mich "einschläfern" oder Blutsenkung mit großen Blutbild.
Wir entschieden uns für eine Blutsenkung. Am nächsten Tag war das Ergebnis da.
Seine Schilddrüsenwerte sind viel zu hoch (von 19 auf 309), Untertemperatur, seine Leberwerte sind zu hoch
und die Bauchspeicheldrüse ist auch nicht ok. Inzwischen wiegt er nur noch 3,5 kg
 
 
Therapie vom Tierarzt: Schilddrüsentabletten (5mg) 2x tgl., Leberdiätfutter trocken (mittlerweile frist er es),
und ins Frischfutter ein paar Tropfen Paraffinöl für den Stuhlgang.

Anfang der Woche der nächste Schock.
Morgens stehe ich auf und in der Küche, im Flur, im Bad und im Wohnzimmer überall Bluttropfen.
Es sah schlimm aus, 
das Wasser für die Tiere war rötlich, selbst im Futternapf und an den Wänden waren Blutstropfen.

Ich suchte Felix, er kam mir langsam entgegen. Seine Nase war mit Blut beschmiert, also wieder zum Arzt.
Der Tierarzt sagte das er nur mit einer Sonde in die Nase schauen kann. 
Nein das machen wir nicht, er müsste wieder in Narkose gelegt werden und das in seinem Alter... das ersparen wir ihm.
 Wir entschlossen uns dies zu beobachten und wenn es schlimmer wird melden wir uns.

Nachdem er mein Bett tagsüber blutig getropft hat, ließ es im laufe des Tages nach und hält mittlerweile schon ein paar Tage an.
Ab und an nießt er noch Blut, aber es ist nicht mehr so viel und schlimm wie Anfang der Woche.
Was das war und warum... ich weiß es nicht, auch der Tierarzt kann es sich ohne Untersuchung nicht erklären.
Wir wollen ihn aber nicht noch mehr Untersuchungen aussetzen.

♥ ♥ ♥ 

Mager ist er geworden, das Gesicht ist eingefallen, die Beckenknochen sieht man, er schläft viel und geht kaum raus.
Er hatte/hat bei uns ein schönes Leben und soll es auch noch weiterhin haben.
Oft habe ich mir gesagt "es macht doch alles keinen Sinn" aber mein Mann sagte: der Bursche hat schon so viel durchgemacht, hat den Katzenschnupfen überlebt, sein Ellenbogen war zertrümmert ... er hat jetzt noch 16 Schrauben im Gelenk, er hat sich immer wieder aufgerappelt. Sein Lebenswillen hält nun schon 19 Jahre an. EINE CHANCE bekommt er noch!
Mir kamen die Tränen... ich bin hin und her gerissen... OK die soll er noch haben!

Was meint Ihr? Ist das jetzt falsche Tierliebe?
  

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche ...


Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Biggi,

    das liest sich alles gar nicht gut. Der arme Felix.
    Wenn dein Mann meint, er hat noch eine letzte Chance verdient, dann versucht es. Aber wartet nicht zu lange. Der arme Felix hat es nicht verdient, lange leiden zu müssen.
    Ja das klingt hart, sehr hart. Ich kenne das von unseren Kindern. Sie haben schon öfters einen Hund einschläfern lassen müssen. Das tut immer wehe.

    Ich wünsche dem Felix alles Gute !
    Und dir liebe Biggi sehr viel Kraft
    LG Paula

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  2. Och neee liebe Biggi....das macht mich unendlich traurig und ich habe auch Tränchen im Auge. Schon alleine als ich von der Untertemperatur gelesen habe, das hat mich an Gimsos Situation vor einem Jahr erinnert :-(((( Da war er ja drei Tage in der Klinik und wurde ja sofort an einen Tropf gelegt. Was habe ich gelitten und seitdem ist er ja auch mit Herztablette immer von mir sozusagen unter Kontrolle. Gerade wenn man mit einem Tier so verbunden ist möchte man sich auch nicht lösen. Kann gut verstehen dass ihr ihm noch eine Chance geben wollt, aber falls er dann nur noch leiden sollte, gar nicht mehr frisst dann ist die Erlösung wohl ein richtiger Schritt. So ganz nachvollziehen kann ich allerdings nicht dass der Doc dieses Nasebluten nur mit einer Sonde ermittlen kann...

    Wie auch immer....leiden sollte er nicht denn das ist dann doch verkehrte Tierliebe, allerdings solange er noch kämpft und nicht gehen möchte würde ich es auch umgehen, und das könnt ihr spüren, nur ihr alleine.

    Ich jedenfalls drücke Felix die Daumen dass er sich nochmal "fängt" und bin in Gedanken bei euch.

    Ganz liebe Grüsse und Streichler an Felix

    N☼va

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  3. Oh liebe Biggi,
    da kommen mir sofort die Tränen - der Arme. Ich weiß wie das ist, vor einer solchen Entscheidung zu stehen. Unser kleiner Tigerkarter Josef durfte nur 5 Jahre alt werden - hatte plötzlich die Hinterläufe gelähmt und fraß nicht mehr - wir haben ihn dann über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Unser erster Retriever Justus ist im Alter von 14 Jahren von uns gegangen - auch hier hatten wir diese Entscheidung zu treffen.
    Höre einfach auf Dein Herz, du kennst Deinen Kater bestimmt so gut, dass Du weißt was richtig für ihn ist.
    Eine dicke Umarmung an Dich und Felix ...
    Liebe Grüße Petra

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  4. Ach, liebe Biggi, ich kann gut nachvollziehen, was für eine schwere Zeit du durchmachst. Nein, Felix sieht momentan gar nicht gut aus.
    Wie oft habe ich schon um Mia gebangt und stand auch vor der Entscheidung wie es weitergehen soll. Ich habe immer lange mit ihr zusammengelegen (sie sucht ja immer Körperkontakt), sie gestreichelt, wir haben uns angesehen (da ist immer so eine „Verbindung“ da, ich kann es nicht anders beschreiben) und dann wusste ich, dass sie noch nicht am Ende ihres Weges angekommen ist und immer hat sich irgendeine Möglichkeit aufgetan, wie ihr wieder geholfen werden konnte.
    Frisches Blut habe ich bei ihr noch nie aus der Nase laufen sehen, aber angetrocknete braune Reste waren da auch schon zu finden. Das ist für mich immer ein Zeichen, dass sie wieder Hilfe und Unterstützung braucht. Meist reicht es, wenn ich ihr die bereitstehenden Medis gebe.

    DU bist ja die Person, die mit Felix am meisten Zeit verbringt, sieht, wie er läuft wenn er wach ist, wie er reagiert, wie er dir in die Augen schaut und du wirst sicher spüren wenn es soweit ist ihn gehen zu lassen.
    19 Jahre ist ja ein hohes Alter für eine Katze. Denke, da ist es normal wenn so manche Körperfunktion nachlässt, nicht mehr alles so rund läuft wie früher. Aber genauso wie ich es bei alten Menschen nicht immer gut finde, alles zu tun was möglich ist um ihr Leben zu verlängern, so sehe ich es bei Tieren genauso. Ist es nur noch das Verlängern einer Zeit, die gar nicht mehr als schön empfunden wird? Jeder Tag mit neuen Qualen verbunden ist? Oder geht es demjenigen gut, genießt er sein Leben in seiner gewohnten liebevollen Umgebung und man kann ihn zwar die alte Vitalität nicht zurückgeben, aber dafür sorgen, dass er keine Schmerzen hat. Durch Hilfsmaßnahe sein Leben erleichtern (oft haben ja ältere Katzen Gelenkschmerzen und es fällt ihnen schwer Hindernisse zu überwinden, z. B. Stufen). Es ist sicher nicht leicht, das zu entscheiden. Aber wenn man vertraut miteinander ist, dann spürt man es, denke ich.

    ∗♥∗✿❊✿❊✿∗♥∗
    Herzlich grüßt
    Uschi, die dich jetzt gerne mal in den Arm nehmen würde

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  5. Hallo Biggi,
    wie gut ich dich und deine Gedanken verstehe; und Felix schaut wirklich aus wie ein Häufchen Elend... der Arme!
    Wir haben bei unserem letzten Hund auch vor dieser Entscheidung gestanden - es ist nicht leicht und als wir merkten, dass nichts mehr geht, haben wir uns verabschiedet. Es war hart und trotzdem das Beste.
    Mann, die Entscheidung kann euch keiner abnehmen..

    Ich grüß dich lieb und lasse dem Felix ein liebes Mauzen da!
    Vielle Grüße, Suzie - die nach langer Pause wieder da ist...

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  6. Liebe Biggi,
    das tut mir wirklich sehr leid, wir sind auch vor dieser Entscheidung gestanden, unser kleiner Westhighland White Terrier sollte mit 15 Jahren eingeschläftert werden, er hat absolut keine Chancen sich zu erholen. Schweren Herzens haben wir diesen Schritt gemacht, doch im Nachhinein bin ich froh, dass er nicht lange leiden musste.
    Ich wünsche dir alles Liebe
    Sadie

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  7. es ist unglaublich schwer, 19 Jahre, was für eine lange Zeit, da fällt jede Entscheidung unglaublich schwer, ich hoffe, es gelingt euch die Richtige, wünsche eine gute Woche

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  8. es ist unglaublich schwer, 19 Jahre, was für eine lange Zeit, da fällt jede Entscheidung unglaublich schwer, ich hoffe, es gelingt euch die Richtige, wünsche eine gute Woche

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  9. Och liebe Biggi, das ist ja so traurig hier. Der Arme er tut mir so Leid und ihr auch. Das ist wirklich schlimm wenn Tiere so lange an unserem Leben mit teilhaben und dann geht es leider für die Tiere früher zu Ende. Ich habe das ähnlich vor 2 Jahren durchgemacht, meine Hundedamen, die waren 1 Jahr auseinander, ich mußte sie dann ganz kurz hintereinander einschläfern lassen. Das war sehr hart für mich , ich habe dann auch im nachhinein gesagt, sie haben nicht mehr leider müssen. Aber bis es soweit war , es ist und bleibt sehr traurig.
    Eine gute Wochen und liebe Grüße
    Ingrid

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  10. Ein sehr schweres Thema !
    Aber wenn er noch Willen zeigt, lass ihn noch nicht gehen.

    Man merkt, wenn das Tier nicht mehr will....

    Liebste Grüße

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  11. Liebe Biggi
    Wir hatten einen Norfolk Terrier.Er hatte einen Faustgroßen Tumor im Bauch.Wir haben auch an Flippi gehangen,aber wir haben ihn vom Tierarzt einschläfern lassen.Das Tier konnte uns ja nicht sagen ,was ihm weh tut.
    Später sagte uns der Tierarzt ,er wohnt gleich nebenan bei uns," es war Krebs ".Wir waren froh ,das er erlöst war .Er brauchte nicht mehr zu leiden.
    Alles Gute wünsche ich Euch für Euren Felix ,Christa.....

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  12. Oh, liebe Biggi... Deine Geschichte, die Sorge um den geliebten Kater geht mir richtig unter die Haut. Da ist guter Rat teuer!

    Felix sieht schon mitgenommen aus, auf Deinen Bildern.
    Ich
    meine
    jedoch, solange Felix noch zu Dir kommen kann zum Kuscheln, solange ist noch Lebenswille in ihm. Es tut weh, ihn leiden zu sehen einerseits, andererseits versorgt ihr ihn vorbildlich, dass er vielleicht doch noch Zeit mitbringt.

    Unsere Fanny frisst gerade schlecht, ihr hängt der überhitzte Sommer noch nach. Sie ist ebenfalls recht dünn und erbricht sich auch öfters. Aber sie spielt, kommt zum Schmusen und so denken wir, dass sie selbst noch etwas braucht, um wieder auf die Reihe zu kommen. Im Gegensatz dazu ist unsere Luzie ein Schwergewicht: Sie frisst sich bereits für den Winter rund...

    Ich drück Dich aus der Ferne und natürlich den lieben Felix!

    Herzliche Grüße von Heidrun

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  13. Liebe Biggi,
    das ist immer eine schwere Entscheidung, was ist richtig oder falsch. Hat das Tier noch ein glückliches Leben ohne Schmerzen.
    Diese Entscheidung hatten wir auch im August mit unserer alten Katze. Eigentlich war es nicht unsere Katze. Sie kam von unseren Nachbarn.
    Der wollte die Katze nicht haben, weil er musste sie nehmen da die Mutter (das Frauchen) ins Altenheim kam. Die Katze ist dann zu uns gezogen. Sie war schon alt, doch sie hat sich gut mit dem Timi verstanden und so ist sie geblieben. Für 2 Jahre. Und dann fing es an die Nieren, sie hatte weniger gefressen und wurde immer dünner. Die Augen wurden immer schlechter und sie lief nur langsam.
    Und bei dieser Hitze in diesem Sommer ging es ihr schlecht. Sie wollte immer fressen und hatte auch Hunger doch sie konnte nur sehr wenig fressen. Bei Tierarzt haben wir gesehen das sie einen Tumor im Maul hatte. Sie konnte das Futter nicht mehr schlucken nur unter großen Schmerzen. Wir habe es dann wirklich noch eine Weile versucht. Doch es war nicht schön sie leiden zu sehen. Wie dünn sie war.
    Dann haben wir die Entscheidung getroffen und habe die erlöst. Sie ruht jetzt im Garten.
    Ich glaube, das jeder der sein Tier liebt , weiß was für das Tier das beste ist. So schmerzhaft es auch ist.
    Wenn es Deinen Katze wieder besser geht, das ist eine Freude.
    Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser Zeit, lieben Gruß Ursula

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  14. Liebe Biggi,

    es ist immer eine schwierige Entscheidung, die sich kein Tierhalter leicht macht!
    Ich bin mir sicher, Du wirst wissen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, ihn gehen zu lassen ...
    Dann entscheidet der Kopf über Deinen Bauch - Du kannst und darfst ihn dann erlösen, dass was uns Menschen nicht "vergönnt" ist, wenn wir leiden!

    Ich drück Euch fest die Daumen, auch wenn die Anzeichen nicht gut aussehen.

    GLG
    Andrea

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  15. Hallo Biggi,
    es tut mir sehr leid.
    Dein Felix schaut nicht gut aus und alles, was du beschreibst...er ist schon unglaublich alt, ich habe noch nie von einer Katze gehört, die 19 Jahre gelebt hätte. Trotzdem wäre es schöner, wenn er zu Hause einschlafen würde, als einschläfern lassen.
    Ich hatte auch eine sehr geliebte Katze, habe sie aber als ich nach Deutschland kam, bei meiner Mutter in Budapest gelassen. Ich liebte sie aber so sehr und freute mich jedes mal, wenn ich daheim war, sie zu kuscheln. Vor zwei Jahren wurde sie auch sehr komisch krank (erst 11 Jahre alt) und es wurde von Woche zu Woche immer schlimmer, daß meine Mutter sie zum Schluß einschläfern lassen hatte, und ich war froh, daß ich nicht dort war.
    Hoffen wir das Beste, und daß dein Kater nicht lang oder sehr leider muß.
    Liebe Grüße, Andi

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  16. Liebe Biggi!

    Genauso traurig wie sich Deine Geschichte liest, genauso traurig schaut auch Dein Felix in die Welt.
    Vor 7 Jahren, habe ich meinen Moritz verloren (einschläfern müssen) und heute noch kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke, wie schwer die Entscheidung für mich war. Lasse Deinen Liebling nicht zu lange leiden, das hat er nicht verdient.
    Mein Tierarzt sagte damals ( obwohl er ja an den Behandlungen verdiente ) : meist ist es der Egoismus der Menschen, dass sie das Tier nicht gehen lassen wollen. Ich war eigentlich fast wütend über diese Worte, aber später nachgedacht, fand ich, dass er recht hatte.
    Wir wollen die Zeit mit dem geliebten Tier nicht missen und deswegen, wird alles - wirklich alles - versucht, das Ende hinauszuzögern.

    Ich würde Dich gerne umarmen und Dir Trost zusprechen, denn du hast eine absolut schwere Zeit vor Dir.
    Lass Deinen Felix über den Regenbogen gehen, wenn es wirklich keine Hilfe mehr gibt.
    Alles Gute und liebe Grüße
    Elisabetta

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  17. Liebe Biggi,
    deine Zeilen zu lesen macht traurig. Es berührt sehr...auch zu wissen der Tag kommt einmal für jeden mit einem Haustier.
    Fühle dich umarmt.
    Wenn ihr es zulasst werdet ihr bestimmt spüren wann es Zeit ist denn Felix gehen zu lassen.
    Es wird traurig sein, doch ich bin der festen Überzeugung an das Weiterleben von allen Lebewesen.
    Viel Kraft euch und dem Felix meine Segenswünsche. ♥

    Herzlichst
    Julia

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Danke, dass Du Dir Zeit genommen hast um mich zu besuchen.
Ganz lieben Dank für Deinen netten Kommentar, ich freue mich sehr darüber.

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